Karpfenangeln in The Goose Pit

Freitagmorgen, der 1. September, war es dann soweit: Wir fuhren wieder zu zweit in den Angelurlaub. Nachdem wir letztes Jahr in Frankreich waren, haben wir uns diesmal für einen Ort näher an der Heimat entschieden, nämlich die Ganzenkuil in der Nähe von Nimwegen. Am wunderschönen See angekommen, beschlossen wir, zuerst eine Runde um den See zu laufen. Wir schienen die Einzigen auf dem Wasser zu sein und durften uns selbst einen Platz aussuchen.

Während unserer Runde sahen wir bereits einige Karpfen springen und auf der anderen Seite sahen wir etwa 5 Karpfen beim Sonnenbaden. Also beschlossen wir, hier unser Lager aufzuschlagen. Am ersten Tag fischten wir ein paar Stunden mit der Rute und konnten gleich 2 Spiegelkarpfen fangen! Alles in allem waren wir zuversichtlich, auch wenn die Fischerei in den letzten Wochen unbeständig gewesen war. Und das Wetter war ebenso unbeständig.

In der2. Nacht an diesem Ort haben wir 8 Spiegel gefangen, der schwerste war 20 Pfund schwer. Alles schöne Fische und gute Kämpfer (Vorsicht vor den harten Kiefern!). Doch wir warteten immer noch auf einen wirklich schweren Fisch. Wir wussten zwar, dass hier einige größere Karpfen aus dem alten Bestand schwimmen würden, aber wir hatten keine Ahnung, wie viele und wie groß….

Gegen 11 Uhr vormittags bekam mein kleiner Bruder Arjen Kooistra einen Lauf auf eine der mittleren Ruten. Diese war vorher noch nicht losgegangen. Mein Bruder schnarchte noch, also weckte ich ihn schnell auf, denn er war an der Reihe. Der Fisch kam ziemlich schnell in unsere Richtung und in dem klaren Wasser konnten wir sofort erkennen, dass es sich um einen Eimer einer gemeinen Jakobsmuschel handelte. Leider sah uns der Fisch auch und tauchte immer wieder in die Tiefe ab. Nach gut 30-45 Minuten gelang es uns schließlich, diese Urmuschel zu fangen, obwohl sie mit einer Länge von einem Meter kaum ins Netz passte. Mit diesem 44 Pfund schweren Fisch war unser Angelausflug ein voller Erfolg! Und es gelang uns auch, den Seerekord zu verbessern!

 

Außerdem wurden insgesamt 25 Fische gefangen, darunter mehrere weitere prächtige Schuppentiere von 26, 31, 35 und 38 Pfund. Vor allem das 35-Pfund-Schuppentier war gigantisch stark. Zusammen sind wir über 50 Meter im Wasser gelaufen, um diesen Fisch zu fangen. Nachdem wir etwas zu weit gegangen waren, rutschte mein Bruder mitsamt Rute in den 22 Meter tiefen Abgrund! Glücklicherweise gelang es uns gerade noch rechtzeitig, die Rute hochzuziehen und diesen wunderschönen Fisch an Land zu ziehen.

Leider mussten wir auch 2 oder 3 wirklich schwere Fische freilassen. Wir sind also sicher, dass in diesem Gewässer noch mehr riesige Schuppenkarpfen und Spiegelkarpfen schwimmen. Alles in allem also ein sehr erfolgreicher Angelausflug an dem anspruchsvollen Angelgewässer De Ganzenkuil.

 

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Schon seit meiner Kindheit bin ich am Wasser zu finden. Mit etwa 12 Jahren habe ich das Karpfenangeln erlernt. Was das Karpfenangeln für mich besonders macht, ist die Entspannung und die Vorbereitung auf die Karpfensession in Kombination mit einer Art zu angeln, die ständige Neuerungen erfordert, um die Karpfen immer wieder zu überraschen!