Vom 13. bis 16. März waren wir für ein großartiges Angelwochenende am Etang Val Doré. Unsere Wahl fiel auf Lake 5, auch bekannt als Carp Lake. Dieses wunderschöne Gewässer von etwa fünf Hektar im Norden Frankreichs bietet alles, was das Karpfenangler-Herz begehrt. Mit einer zentralen Insel, einer markanten Landzunge und mehreren interessanten Zonen ist es ein Gewässer, auf dem taktisches Angeln gefragt ist. Mit sieben Angelplätzen und Platz für maximal zwölf Angler wirkt es großzügig und ruhig, während der Seerekord von 34 Kilo zeigt, dass hier jederzeit etwas Besonderes passieren kann.

Am Freitagmorgen begann unser Abenteuer früh. Die Fahrt in Richtung Normandie verlief reibungslos und gegen Mittag erreichten wir die Anlage. Im Clubhaus wurden wir herzlich empfangen, wo wirklich an alles gedacht ist. Von vergessenem Angelzubehör bis hin zu Verpflegung ist alles vorhanden. Nach einer klaren Einweisung und einigen wertvollen Tipps zum Gewässer konnten wir voller Vorfreude zu unserem Platz fahren.

Dort angekommen wurden wir direkt mit typischem Märzwetter konfrontiert. Es regnete in Strömen, doch das konnte unsere Stimmung nicht trüben. Im Regen bauten wir alles auf, voller Vorfreude auf die Session.

Der erste Schritt war die Erkundung des Gewässers. Die Oberflächentemperatur lag bei etwa neun Grad, fühlte sich jedoch deutlich kälter an. Mit dem Futterboot haben wir die Tiefen und Strukturen ausgelotet. Lake 5 zeigte sich als abwechslungsreiches Gewässer mit Tiefen von etwa 1,3 bis über 3 Meter und einem Untergrund aus Schlamm und Steinen. Genau die Art von Wasser, bei der man mit der richtigen Taktik den Unterschied machen kann.

In der ersten Nacht ließ die Action nicht lange auf sich warten. Schon bald ertönte der erste Bissanzeiger und der erste Fisch lag auf der Matte. Ein schöner Schuppenkarpfen von rund zehn Kilo sorgte direkt für Vertrauen. Am nächsten Morgen wurde dieses Gefühl noch verstärkt, als ein wunderschöner Spiegelkarpfen von knapp achtzehn Kilo gefangen wurde. Der Ton war gesetzt.

Als wäre das nicht genug, besserte sich auch das Wetter langsam. Nebel zog vom Wasser auf, die Vögel waren aktiv und die Umgebung erwachte zum Leben. Die hügelige Landschaft verlieh dem Ganzen eine fast postkartenreife Atmosphäre.
Der zweite Tag brachte weitere Highlights. Dirk konnte einen beeindruckenden Spiegelkarpfen von über sechzehn Kilo landen. Zusätzlich hatten wir mehrere Bisse von kräftigen Schleien. Diese Fische waren nicht nur wunderschön, sondern lieferten auch überraschend starke Drills, besonders bei den niedrigen Wassertemperaturen.

In der letzten Nacht erwartete uns noch eine echte Überraschung. Mitten in der Nacht bekam Dirk einen brutalen Run. Nach einem intensiven Drill landete schließlich ein gewaltiger Stör im Kescher. Aufgrund der niedrigen Temperaturen haben wir diesen Fisch schnell und schonend zurückgesetzt, aber was für ein Moment das war.
Rückblickend können wir sagen, dass es ein absolut gelungenes Wochenende war. Lake 5 am Etang Val Doré ist ein wunderschönes und anspruchsvolles Gewässer, auf dem man als Angler wirklich seine Taktik ausspielen kann. Trotz der kühlen Bedingungen konnten wir schöne Fische fangen und vor allem die Ruhe, die Natur und das gesamte Erlebnis genießen.
Für jeden, der eine vielseitige und stimmungsvolle Angel-Destination sucht, ist dies definitiv ein Gewässer, das man einmal erlebt haben sollte.
Tight Lines,
Twan van Putten
Angling Escapes
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